Fotos & Geschichten, nicht nur zu Plön

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Spielerei – ein toller Workshop

mit Perdita Petzl  https://www.perditapetzl.at/

Wie schon 2023 habe ich auch in diesem Frühjahr den online workshop „Frühblüher“ gebucht.

Experimente, „special effects“ stehen auf dem Programm und –  puh, wie schnell man doch auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt wird.

Mit Makro kenne ich mich schon ein wenig aus, was Bokeh ist und wie es entsteht, weiß ich doch oder? Wo also ist das Problem? Aber Ideen, Anregungen, Inspiration, der Austausch und einfach eine wirklich tolle Dozentin sind niemals verschenkte Zeit. Also …

Und dann geht es los, schon die erste „Hausaufgabe“ lässt mich gnadenlos scheitern.  Die Aufgabe „dezentes  flare – zart und natürlich im Vordergrund“ – tja, und dann habe ich mir das „Wie“ nur sehr partiell gemerkt, bin im Urlaub und mal eben schnell…. peinlich, aber ich zeige es hier trotzdem 😉

Zum zweiten Abend sind die Ergebnisse dann schon etwas ansprechender, die Leichtigkeit fehlt immer noch, aber die Aufgabe „Eingebettet“ passt schon eher. Zur dritten Hausaufgabe bin ich dann eskaliert und habe stundenlang rumgespielt und rumprobiert und bin danach in Sammel-, Such- und Kaufrausch verfallen, um die tollen Ideen umzusetzen, die an diesem Abend präsentiert wurden. Daran arbeite ich noch, aber eine kleine Auswahl folgt nun.

Und natürlich ist überall ein wenig Bearbeitung zur Unterstützung angewendet worden, aber alle Fotos sind in der Kamera entstanden, also keine Filter o.ä. eingesetzt worden.

Viel Spaß und lieben Dank Perdita für diese Inspiration – und ich hoffe, ich habe nicht zu viel verraten, so dass sich vielleicht weitere Interessierte zu Deinem workshop anmelden werden.

Rund um St. Peter Ording überwiegend in Schwarzweiß – einfach, doppelt und verwischt

Während eines Fotoworkshops mit der Fotoschule des Sehens entstanden (unter anderem) diese Fotos. Das war ein Spaß, immer ausgefallenere Kombinationen und Methoden zu probieren – um und dann doch oft genug beim Bewährten zu landen.

Dömitz an der Elbe

Ende Sept.2022 hatte es uns einige Tage in das Festungsstädtchen Dömitz gezogen. Die Stadt hat ca. 3000 Einwohner und besteht aus folgenden Ortsteilen: Dömitz, Groß Schmölen, Heidhof, Klein Schmölen, Polz und Rüterberg.

Aus dem Jahr 1235 gibt es Belege für eine westlich des Ortes auf einer Elbinsel gelegene Burg. Ihre kreisrunde Anlage lässt vermuten, dass hier schon eine Befestigung aus slawischer Zeit vorhanden war. Die Burg wurde wegen der von ihr ausgehenden Raubzüge 1353 gebrochen, bestimmte aber weiterhin die Bedeutung der Stadt. Das Stadtrecht wurde 1505 von den Grafen von Dannenberg verliehen.

Zwischen 1559 und 1565 wurde die ehemalige Burg unter Herzog Johann Albrecht I. zur Festung ausgebaut, um die Südwestgrenze Mecklenburgs und die Übergänge über die Elbe zu sichern. Die Flachlandfestung ist in Form eines Fünfecks angelegt und mit Bastionen und Kasemattengewölben versehen.
Sie beherbergt seit 1953 ein Museum zur Region und Stadt und steht seit 1975 unter Denkmalschutz. Wegen oder trotz der Festung litt Dömitz unter kriegerischen Auseinandersetzungen. So kamen 1620 im Dreißigjährigen Krieg englische Truppen in die Stadt, und 1627 wurde sie von Wallenstein besetzt. Während des weiteren Kriegsverlaufes wurde Dömitz abwechselnd von schwedischen und kaiserlichen Truppen eingenommen. 1894 erfolgte die Aufhebung der Festung.

Um 1900 hatte sich der Hafen zu einem der wichtigsten Umschlagplätze an der Elbe zwischen Hamburg und Magdeburg entwickelt. Die guten Verkehrsanbindungen führten zu größeren Industrieansiedlungen.

Schleuse der Müritz-Elde-Wasserstraße in Dömitz. Die Müritz-Elde-Wasserstraße (MEW) ist eine Verbindung für Binnenschiffe zwischen Elbe und Mecklenburgischer Seenplatte und über den von der Elde abzweigenden Störkanal auch zum Schweriner See. Die wirtschaftliche Bedeutung der Wasserstraße ist heute aufgrund ihrer geringen Abmessungen eher gering, sie wird vorwiegend von Sportbooten und Ausflugsschiffen befahren.

Die Stadt und ihre Umgebung waren gegen Ende des zweiten Weltkrieges mit Flüchtlingen und mit Wehrmachtsoldaten überfüllt, die über die Elbe nach Westen wollten. Am 20. April 1945 zerstörten amerikanische Jagdbomber die Straßen- und die Eisenbahnbrücke. Die Elbbrücke Dömitz war eine 986 Meter lange Eisenbahnbrücke über die Elbe und gehörte zu den längsten Strombrücken Deutschlands. Das teilzerstörte Bauwerk liegt bei Dömitz und war Teil der Bahnstrecke von Wittenberge nach Lüneburg.

Während der Zeit der DDR litt Dömitz unter seiner Lage im Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze. Nach der politischen Wende wurde 1991/92 eine neue Straßenbrücke über die Elbe errichtet und ab 1991 der historische Stadtkern saniert. Die Festung Dömitz wurde auch nach 1990 nur notdürftig repariert.

Binnendüne bei Klein Schmölen. Die Schmölener Düne ist die größte Binnenwanderdüne Europas.

Durch Zufall haben wir an der Elbe bei Fluß-km 491,9 die ehemalige Fährstelle Wootz-Gorleben (bis 1945) entdeckt. Im Messtischblatt 2934 von 1900 ist die Fährstelle eingezeichnet.
Typ Schrickfähre, Holzprahm, später von Barkasse geschleppt, 1888 erwähnt, Gorlebener Fähranstalt. (Quelle: https://www.fjordfaehren.de/d/d_elbe.htm )


Weitere Quellen:
Der Kartenausschitt : https://susudata.de/messtisch/tk25.html?lat=53.05&lng=11.4167&zoom=12&marker=2934+Lenzen+%281936%29
Zur Fährstelle: http://www.damals-im-wendland.de/1910-Wootz-in-der-Prignitz.htm sowie https://www.altekirchen.de/offene-kirchen/kirchen/st-catharinenkapelle-wootz
https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%B6mitz
https://de.wikipedia.org/wiki/Festung_D%C3%B6mitz
https://de.wikipedia.org/wiki/Elde
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturschutzgebiet_Binnend%C3%BCnen_bei_Klein_Schm%C3%B6len
Zur Eisenbahnbrücke: https://www.ndr.de/ratgeber/reise/mecklenburg/Doemitz-Festung-und-Elbbruecke-mit-bewegter-Geschichte,doemitz100.html

Frühjahr 2022

Langsam beginnt es im Land grün, gelb und bunt zu werden. Ausflüge bei angenehmen Temperaturen machen einfach mehr Spaß !

Auch die Insekten zeigen sich wieder.

Die künstlerischen Aspekte sollen auch nicht zu kurz kommen.

Winter im Norden

Wenn man ehrlich ist, so richtig Winter mit viel Eis und Schnee hatten wir lange nicht. Doch die gefühlten Temperaturen sind zum Teil eisig.

Möwen – unbekannte Flugobjekte

Man muss die Regeln kennen, um sie zu brechen. Schon mal gehört? Sicher, jeder von uns.

Aber das war nicht der Anfang der Geschichte um diese Fotoreihe, sondern eher der Abschluss. Der Anfang war ein online workshop an der vhs Kiel mit der Hausaufgabe, gewollte Unschärfe durch Mitzieher und/oder Wischer zu erzielen. Den Sonntag im August, viel zu kalt für diese Jahreszeit, selbst an der Ostsee, wollte mir in diese Richtung nichts gelingen. So landete ich schließlich mit meinen Mitleidenden in einem Eiscafè in Hohwacht hinter dem Deich. Während wir Eis löffelten flogen am Himmel die Möwen. Also tauschte ich mehr aus Frust über den bisher erolglosen Fotoausflug Löffel mit Kamera, das 70-300mm von Tamron drauf, 1/15 sec und geschlossene Blende. Das Ergebnis waren sehr spannende highkey Aufnahmen mit verwischten Schemen, die erst in groß am Rechner wirklich als Möwen zu erkennen waren. Dann noch ein wenig an den Tonwerten gedreht und die Ausschnitte verändert – mit teilweise verblüffenden Ergebnissen.

Sicherlich noch sehr ausbaufähig, aber der Anfang ist gemacht und könnte zu einem neuen Schwerpunkt werden – gerade, wenn das Wetter „schöne“ Fotos nicht zulässt oder die Inspiration fehlt.

Lasst also Eurer Fantasie freien Lauf, versucht, Federn, Schnabel oder Füße zu entdecken oder entscheidet einfach, dass diese Fotos nichts für Euch sind. Für mich war das eine schöne Übung, die viel Spaß gemacht hat. Da bleibe ich bestimmt dran.

In der Feldmark

Das frische aber sonnige Wetter lockt uns zu einem Fotoausflug in die Feldmark zwischen Lanker See und Postsee bei Preetz / H. Viele Flächen sind NSG oder unterliegen einer extensiven Bewirschaftung.

Osterspaziergang

Zwischen Buschwindröschen und Lerchensporn im „Kriechgang“ von Gut Ascheberg nach Dersau, und gegen Mittag nimmt der Flugverkehr zu.

Erstes Segeln 2021

So früh im Jahr, Ende März, haben wir das Boot noch nie vom Winterlager zum Sommerliegeplatz gebracht. Es ist ein schöner sommerhafter Frühlingstag an der Schlei und wir starten gegen 16 Uhr in Brodersby. Vorbei an der Königsburg bei Kosel passieren wir den Kieholm – Liebesinsel. Es ist jedes Jahr ein immer traurigerer Anblick, denn von  der einst bewaldeten Insel ist immer weniger übrig.

Auf halber Strecke bis zum Ziel in Kappeln versperrt die Klappbrücke in Lindaunis den Weg, aber langsam und bestimmt öffnet sich die alte Dame und gibt den Weg frei. Nach der Durchfahrt wird auch die Großbaustelle für den Neubau der Brücke ersichtlich.

Mit dem letzten Tageslicht erreichen wir den Sommerliegeplatz in Kappeln.

Am Ukleisee Oktober 2020

Die Angabe von Monat und Jahr im Titel ist wichtig 😉

Der Ukleisee ist eines unserer bevorzugten Ziele, wenn wir im Wald fotografieren, wenn wir im Frühling fotografieren, wenn wir im Herbst fotografieren, wenn wir Pilze fotografieren, wenn wir Spiegelungen fotografieren, wenn wir ….

Ihr merkt schon, der Ukleisee in Sielbeck ist sehr beliebt bei uns! Auf rund 3 km Uferrundweg bietet sich so unsagbar viel!

Heute war unser bevorzugtes Motiv der fungi am Uferweg des Ukleisees. Ich dachte immer, Pilze seien Pflanzen, habe jetzt aber gelesen, da sie keine Photosynthese betreiben können, sind sie – Pilze und somit weder Pflanze noch Tier.

Ich habe versucht, die fotografierten Sorten zu bestimmen, um schlau zu wirken – schon beim ersten scheiterte ich.  Eine Bestätigung dafür, dass ich auf gar keinen Fall selbstgesammelte Pilze essen werde! Aber schön sind sie, vielfältig und von winzig klein bis beeindruckend groß zu bewundern.

Aber auch wenn heute die Pilze im Zentrum stehen, so passt dennoch das folgende Gedicht zu den Orten, wo diese meist wachsen: feucht, dunkel, geheimnisvoll.

Der Dichter Emanuel Geibel wurde 1815 in Lübeck geboren und von ihm stammt auch das Lied „Der Mai ist gekommen“.

Der Uglei-See

Von Hügeln dicht umschlossen, geheimnisvoll
Verhüllt in Waldnacht dämmert der Uglei-See,
Ein dunkles Auge, das zur Sonne
Nur um die Stunde des Mittags aufblickt.

Weltfremdes Schweigen waltet hier umher, es regt
Kein Hauch des Abgrundes lauteren Spiegel auf,
Nur in des Forstes Wipfeln droben
Wandelt wie ferner Gesang ein Brausen.

von Emanuel Geibel

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